Sonntag, 3. Juli 2011

Interview mit Anna Heublein

Die Künstlerin Anna Heublein war so lieb und hat zugestimmt, meine neugierigen Fragen zu beantworten. Anna malt Ölbilder und nimmt gerne Kundenaufträge an. Sie hat ihre Bilder bereits auf mehreren Ausstellungen gezeigt.
http://www.anna-die-galerie.de/index.html


L: Liebe Anna, vielen Dank, dass Du zu diesem Interview zugestimmt hast.

A: Sehr gerne. Vielen Dank, Linda, dass Du mich als Erste zum Interview gebeten hast, das ist eine richtig große Ehre. Malen ist für mich ein inneres Bedürfnis, manchmal kann ich einfach nicht anders und alles andere bleibt liegen. Mein Hang zur Perfektion, der mir öfter auch mal im Weg steht, treibt mich an immer besser werden zu wollen. Das Hobby Ölmalerei teile ich mit meiner Mutter, aber ich habe es auch ein wenig zu meinem Beruf gemacht. Es ist ein tolles Gefühl einen Auftrag zu bekommen und noch schöner ist es, in die strahlenden Augen der Auftraggeber, bei der Übergabe des Bildes zu blicken. Da weiß ich dann, dass sich die Arbeit gelohnt hat und das sie gut geworden ist. Ich mag es auch gerne, wenn meine Bilder in einer Ausstellung hängen, auch wenn es dann zu Hause immer so kahl ist. Aber alle meine Schätze zusammen zu sehen, in solch besonderem Rahmen, ist schon etwas besonders.
L: Seit wann malst Du?

 A:Gezeichnet habe ich schon als Kind und es nie aufgegeben. Zur Ölmalerei kam ich aber erst 2000, mehr durch Zufall.
L: Bei Aufträgen steht das Motiv ziemlich fest. Wie ist es bei Bildern, die Du für Dich malst? Lässt Du Dich von Deiner Intuition leiten?

A: Manchmal. Allerdings sind die meisten meiner Bilder geplant. Ich bekomme eine Idee und spinne diese weiter, bis ein ganzes Bild entsteht.

L. In Deinen Gemälden ist oft ein kleiner Fantasyeinschlag vorhanden, der manchmal erst auf dem zweiten Blick zu erkennen ist. Liebst Du Fantasy in Filmen und Büchern?
A: Ja, sehr. Irgendwie ist die Fantasy eine meiner Wurzeln und ich kehre sehr gerne immer mal wieder zu ihr zurück.

L: Wo liegen Deine Wurzeln noch?
A: Bei den Pferden. Ich wollte als Teenager unbedingt realistische Pferde zeichnen können und habe sehr lange kaum etwas anders gezeichnet. Naja, Einhörner vielleicht. Da aber die Gesetze von Licht und Schatten immer die gleichen sind, haben mir meine Pferde auch sehr bei allem anderen geholfen.

L: Hast Du einen Lieblingsfarbton?
A: Zwei sogar. Ich liebe Grün und Braun in nahezu allen Varianten.

L: Wenn Du ein Bild in Arbeit hast, beschäftigt es Dich und lässt Dich nicht los, bis es fertig ist?
A: Ja, auch jeden Fall. Wenn auch manche Bilder sehr lange dauern und ich manchmal Abstand davon brauche. Aber loslassen tun sie mich nie wirklich.

L: Magst Du nur eine Stilrichtung bei Bildern oder bewunderst du die Alten Meister und liebst dennoch Kunst in seiner Vielfältigkeit?
A: Nein, ich mag nicht nur eine Stilrichtung. In der Kunst bin ich relativ offen und bewundere einfach gerne eindruckvolle Bilder. Nur die "moderne" Kunst mir ihren gegenstandslosen Bildern sagt mir meistens nicht so zu, doch auch hier gibt es Ausnahmen.

L: Hast Du einen Lieblingsfilm und ein Lieblingsbuch?
A: Nicht direkt. Ich liebe die Bücher von Marion Zimmer Bradley und Terry Pratchett. Auch die Bissromane gefallen mir. Ansonsten ist Fantasy natürlich immer gut.

L: Was inspiriert Dich zu Deiner Kunst?
A: Alles Mögliche. Etwas was ich sehe oder höre, ein Gedanke oder ein Gefühl. Manchmal auch ganz banale Dinge, wie ein kaputter Teppich.

L: Malst Du am liebsten Landschaften?
A: Nein, eher Stillleben. Aber die Landschaft ist in meinen Augen mit das wichtigste Motiv. Man braucht sie fast immer und sei es nur als Hintergrund für ein Porträt. Aber Landschaften zu malen, ist herrlich entspannend, vielleicht habe ich deshalb so viele davon.

L: Wenn Du in eines Deiner Bilder schlüpfen könntest, welches wäre es?
A: Keine Ahnung. Manche meiner Bilder sind doch etwas eigenartig, da bleibe ich lieber vor der Staffelei. Aber mein "dänischer Strand" entstand nach einem Urlaubsfoto, da wäre ich also schon gerne öfter mal.







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