Samstag, 12. Juli 2014

Blood Dragon 2, Drachenschwingen


Innerhalb der nächsten Wochen erscheint mein neuer Roman, Drachenschwingen. Auf die Veröffentlichung freue ich mich ganz besonders. 

Vorab der Trailer, der von der wunderbaren Vivian Hall erstellt wurde.

Blood Dragon 2, Drachenschwingen

Und ein kleiner Teaser:

Auf einmal beschleunigte sich ihr Herzschlag und die feinen Härchen in ihrem Nacken sandten ein Prickeln aus. Jemand stand hinter ihr! Ehe sie sich umdrehen konnte, umfasste er ihre Schultern. Sein Geruch! Bevor sie ihn einordnen konnte, streichelte seine Stimme über ihre Sinne. So dunkel und verheißungsvoll wie ein kühler Wald an einem Sommertag. „Jean!“

Mehr sagte er nicht, nichtsdestotrotz reichte das eine Wort aus, um in ihr ein Gefühl zu erwecken, als würde sie über dem eigenen Körper schweben. Sie kannte diese Stimme. Und auch er hatte unglaublich warme Hände. Er nahm sie fort und sie durchlitt Verlust, Trauer, Begehren und Sehnsucht, all das verstärkte den Eindruck eines tiefen Loches, in das sie hineinfiel. Sie wollte aufspringen, musste sehen, wie er aussah, doch er flüsterte dicht an ihrem Ohr: „Bleib sitzen, Soare.“ Und wie froh sie war, dass sie saß, denn sie wäre auf den Boden gesunken, überwältigt von dem Chaos, das in ihrem Verstand herrschte.

Sie war verrückt! Es musste einfach so sein. Sie saß inmitten von fremden Menschen, war gezwungen, sich zusammenzunehmen, während sie am liebsten an ihren Haaren gerissen und ihren emotionalen Zustand in den Raum gebrüllt hätte. Vielleicht lag sie im Koma, war nach dem Angriff in Wales nicht erwacht und dies war ein Traum, der sich viel zu real anfühlte.

Jean fasste nach dem Weinglas, als er um den Tisch herumlief. Inzwischen traute sie sich nicht, ihn anzusehen. Was, wenn ER es war? Sie stürzte den Weißwein in einem Zug hinunter und dann sah sie hoch. Ragnar Radu Dracul! Er hatte sie geliebt, sie genommen, sie gebissen! Seine goldgefleckten Iriden raubten ihr den Rest an Halt, den sie noch hatte. Fieberhaft überlegte sie, ob sie ihn vielleicht auf einem Plakat, in einer Zeitschrift oder bei Facebook gesehen hatte, sodass ihr Verstand ihn in ihre viel zu realistischen Träume projiziert hatte. Was musste er nur von ihr denken?

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