Freitag, 2. Januar 2015

Interview

Mein Fanseite „Fans des Federzirkel“ hat ein Interview mit mir geführt, das ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.


1. Wie bist Du auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben und was waren Deine ersten Versuche?

Diverse Schicksalsschläge, die innerhalb kürzester Zeit über mich hergefallen sind, haben mir gezeigt, dass das Leben in einer Sekunde vorbei sein kann. Zuerst habe ich gemalt, um den kreativen Drang in mir zu befriedigen. Doch dann wollte ich mehr und habe angefangen zu schreiben. Und das hat mein Leben ungemein bereichert. Ich liebe es kreativ zu sein und das Schreiben war wie ein Rausch, der immer noch anhält. Geschichten zu Papier zu bringen ist meine Erfüllung. Und beim Schreiben gehe ich genauso vor wie beim Malen. Ich baue die Geschichte Schicht für Schicht auf. Schreiben ist eine Leidenschaft und ich komme nicht mehr von ihr los. Ich hoffe, dass das meine Leser bei jedem Wort spüren.

Meine ersten Versuche waren der Linda-Mirror, eine Zeitung für Freunde.


2. Was findest Du als Autorin so reizvoll an BDSM?

Ich mag die Facetten, die es bietet. Die moderne Welt verlangt viel von uns. Frauen sollen Kinder bekommen, diese am besten sofort in eine Kita geben, dann wieder Vollzeit arbeiten. Natürlich müssen sie sehr schlank, sportlich und hübsch sein. Immer gut gelaunt und alles im Griff haben. Karrieren sollen sie machen. Seufz.

Die Leserinnen von BDSM-Romanen sind nicht nur praktizierende BDSMler, sondern mögen es einfach, sich in der Erotik des Romans zu verlieren. Hier können sie sich ohne schlechtes Gewissen einem dominanten Mann hingeben und sich in einer berauschenden Welt verlieren. Einfach den Alltag vergessen und Spaß haben. Ich mag die Möglichkeiten, die mir meine Romanhelden bieten.

3. Gibt es BDSM-Literatur oder -Autoren, die Dich beeinflusst haben?

Beeinflusst ist das falsche Wort, aber begeistern tun mich viele Romane. Liebessklavin von Jazz Winter, Feuermohn von Astrid Martini, die Romane von Cherise Sinclair, Pepper Winters, C.J. Roberts. Es kommen ständig neue hinzu.

4. Gibt es Protagonisten in Deinen Romanen, die Dir beim Schreiben ganz besonders ans Herz gewachsen sind?

Ja, Viola Sullivan. Ich mag sie sehr. Und bei einer Buchreihe ist es schön, dass die lieb gewonnenen Charaktere wieder in Erscheinung treten können.

5. Hast Du gute Vorsätze fürs neue Jahr?

Ja, die habe ich. Ich will meine Leser/innen weiter begeistern und ich verfolge einen Traum, der ganz nah bei mir ist.

6. Auf welche Projekte können sich Deine Leser im kommenden Jahr freuen?

Zuerst erscheint „Die Tränen der Lilien“. Ein Projekt, was ich einfach schreiben musste und was nicht bei Plaisir d’Amour erscheint, da es nicht ins Verlagsprogram passt. Es ist ein Drama/Liebesgeschichte und hat mir emotional sehr viel abverlangt.

Zurzeit schreibe ich an „Dark Tango“, erkundschafte die dunklere Seite der Erotik und danach kommt Blood Dragon 3, Drachendämmern. Mit dem Federzirkel geht es auch weiter. Und öhhmmm da sind noch so einige andere Romane, die geschrieben werden wollen. Hier will ich nicht zu viel verraten, aber es wird romantisch, gruselig und mysteriös. Ein paar Einzeltitel habe ich in Planung und, und, und …

7. Was würdest Du Nachwuchsautoren empfehlen, die sich für den Verlagsweg entscheiden, aber nicht recht wissen, wie sie den passenden Verlag herausfiltern können? Wie geht man am besten mit einer Absage um?

Zuerst sollten sie sich das Programm des Verlages nicht nur anschauen, sondern sie sollten auch ein paar Romane davon lesen. Man muss sich schon für das Genre und für den Verlag begeistern und das Thema selbst verschlingen. Etwas, was man mag, gelingt am besten. Auf keinen Fall sollte man der Meinung sein: Ich kann das aber besser. Nein, kann man nicht. Überheblichkeit ist eine schlechte Zutat. Leidenschaft dagegen ist köstlich.

Schreiben ist harte Arbeit, spätestens nach dem ersten Roman. Ich habe mittlerweile dreizehn Romane bei Plaisir d’Amour veröffentlicht, der vierzehnte (die Lilien) ist fertig und ich schreibe gerade am fünfzehnten, der wieder bei Plaisir d’Amour erscheinen wird. Man muss ständig an sich arbeiten, ohne sich dabei zu verlieren.

Sollte man das Glück haben eine begründete Absage zu bekommen, hat man ein verdammt gutes Instrument, mit dem man arbeiten kann. Nicht denken: Dieser doofe Verlag hat nicht erkannt, dass ich es doch so viel besser kann, als die ganzen dilettantischen Autoren, die er bis jetzt veröffentlicht hat. Nein, man sollte ehrgeizig daran gehen und die Begründung nicht als Feind ansehen, sondern als Ansporn. Man muss wissen, was man will.

Bei Standardabsagen sieht es anders aus. Die sagen einem nichts und damit kann man nichts anfangen.

Ich wünsche all meinen Lesern einen Guten Rutsch ins Jahr 2015. Ihr habt mir sehr viel geschenkt in dem vergangenen Jahr. Yes, you rock!



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