Montag, 16. Juli 2018

Giotto.





Mein Name ist Giotto, oder auch Enchilada oder Rumkugel. Und mir ist schrecklich langweilig und ich muss unbedingt wandern gehen. Das vermittele ich Linda durch Anstarren.

„Giotto, draußen sind es 32° und es viel zu heiß um Spazierenzugehen.“

Ach, nöööö.

„Du kannst mich ruhig mit deinem Hundeblick sezieren, das ändert nichts daran, dass es im Feld, wie im Death Valley ist.“

Du willst mir widerstehen? Ernsthaft? Dann werfe ich mich eben auf den Boden und rolle mich herum. Hm, sie tippt immer noch auf diesem Ding herum. Na warte, nimm das! Ich mache Geräusche, die sich wie UHHMMM EUUUHHH anhören und strecke meine vier Beine senkrecht nach oben.

Ha, hab es doch gewusst, sie knickt ein.

„Na gut. Aber nur eine kleine Runde und tob dich auf ihr aus. Denk dran, wenn du an der Leine bist, dann bist du kein Zugpferd und auch kein Shire Horse!“

Was meint sie nur damit? Ich sehe aus wie ein Shire Horse, habe dieselben Fellfarben und mag auch Gras.

Jippieehhh. Sie legt mir mein Geschirr an. Von wegen kein Shire Horse. Da, kuck, ich kann eine Kutsche hinter mir herzerren oder Linda. Das geht ganz prima.

Boh, ist das heiß.

Inzwischen habe ich lautstark bekundet, dass ich auf dem Weg ins Feld bin und das sollte jeder mitbekommen haben. Ha, sie macht mich los. Jetzt kann ich endlich Gas geben. Uh, ist das heiß. Puuuhhh! Drei Galoppsprünge sollten reichen. Gib mir sofort ein Leckerchen. Ich habe Hunger.

Ihhh, ist das heiß!

Am besten, bleibe ich bei Linda und schlurfe in ihrem Schatten hinter ihr her.

Was meint sie damit, dass ich laufen soll? Ist doch viel zu heiß. Ich werfe ihr einen anklagenden Blick zu. Schlurf, schlurf, schlurf. Ein weiterer anklagender Blick, kann nicht schaden.

Ich habe so einen Durst! Ich verdurste. Sieht sie nicht meine Zunge, die bis auf den, nebenbei gesagt, kochendheißen Boden hängt?

Ich kann nicht mehr, will sofort nach Hause und mich in den Schatten legen.

Ich bin durstig, so schrecklich durstig.

Leckerchen!
Hausi!
Wasser!
Schatten!

Na endlich, sie leint mich wieder an.

Shire Horse!

Kann sie nicht schneller gehen! Es ist so heiß! Am besten ziehe ich sie hinter mir her. Da! Geht doch.

Nach einer gefühlten Ewigkeit stehe ich in der Küche.

„So kleiner Giotto, hier hast du was zu trinken.“ Sie deutet auf meine bis zum Rand gefühlte Edelstahlschüssel.

Das kann man doch nicht trinken! Mein vorwurfsvoller Blick trifft sie mit ganzer Stärke.

Ich will sofort auf die Terrasse zu meiner Gießkanne. Da ist leckeres Wasser drin. Schluuurrrrppp.



Ich starre auf das flauschige Ding, das mein Herz sofort im Sturm erobert hat und frage mich, was in seinem Köpfchen wohl vorgeht, während ich ihn auf die Terrasse lasse, damit er trinken kann. Das werde ich wohl nie erfahren.



Donnerstag, 14. Juni 2018

Jagdbeute


Mittwoch, 13. Juni 2018

Submissive To Go